Parlament von Bergkarabach wendet sich an Bundesrat Cassis – Friedensintiative soll Realität werden
- Komitee «Schweizer Friedensinitiative für Bergkarabach»
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MEDIENMITTEILUNG
Bern, 10. Februar 2026

Ashot Danielyan, Präsident des Parlaments von Bergkarabach, hat sich in einem Schreiben an Bundesrat Ignazio Cassis gewandt. Er bittet den Bundesrat, das vom Parlament beschlossene Friedensforum für Bergkarabach in die Tat umzusetzen. Das überparteiliche Komitee «Schweizer Friedensinitiative für Bergkarabach» unterstützt diesen Appell.
In seinem Brief vom 2. Februar 2026 erinnert Parlamentspräsident Danielyan daran, dass seit der Verabschiedung der Motion 24.4259 «Friedensforum für Bergkarabach: Rückkehr der Armenier ermöglichen» durch beide Räte des Schweizer Parlaments beinahe ein Jahr vergangen ist. Er würdigt die Annahme der Motion als «seltenen und bedeutsamen Akt moralischer Klarheit» in einem internationalen Umfeld, das ansonsten von diplomatischer Trägheit geprägt sei.
Die Motion beauftragt den Bundesrat, ein von der Schweiz ausgerichtetes Forum für den Dialog zwischen Vertretern Aserbaidschans und den vertriebenen Armeniern von Bergkarabach zu organisieren. Ziel ist es, über die sichere und würdevolle Rückkehr der historisch ansässigen armenischen Bevölkerung in ihre Heimat zu verhandeln. Danielyan betont, dass die rund 150’000 Vertriebenen weder die geopolitische Ordnung verändern noch den Friedensprozess zwischen Armenien und Aserbaidschan untergraben wollen.
Der Parlamentspräsident schliesst seinen Brief mit der Hoffnung, dass die Motion «verwirklicht wird und den vertriebenen Menschen von Bergkarabach einen glaubwürdigen und prinzipientreuen Weg zur Verwirklichung ihres grundlegendsten Rechts eröffnet: eine sichere und würdevolle Rückkehr in ihre Heimat.»
Komitee unterstützt den Appell
Das überparteiliche Komitee «Schweizer Friedensinitiative für Bergkarabach» unterstützt den Appell von Parlamentspräsident Danielyan vollumfänglich. Das im Mai 2025 in Bern gegründete Komitee setzt sich für eine nachhaltige politische Lösung des Konflikts ein und begleitet den Bundesrat bei der Umsetzung des parlamentarischen Auftrags.
«Das Schreiben von Präsident Danielyan unterstreicht die Dringlichkeit des Anliegens», erklärt Erich Vontobel, Ko-Präsident des Komitees und Nationalrat (EDU). «Die Schweiz hat mit der Annahme der Motion ein starkes Zeichen gesetzt. Nun erwarten wir vom Bundesrat, dass er diesem parlamentarischen Auftrag nachkommt und das Friedensforum zeitnah einberuft.»
Stefan Müller-Altermatt, Ko-Präsident des Komitees und Nationalrat (Die Mitte), ergänzt: «Die Schweiz verfügt über eine lange Tradition als Vermittlerin in internationalen Konflikten. Die vertriebene Bevölkerung von Bergkarabach verdient es, dass diese Tradition auch in ihrem Fall zum Tragen kommt.»
Hintergrund
Nach der Vertreibung von 150'000 Menschen aus Bergkarabach im Jahr 2023 fordert der Internationale Gerichtshof deren Rückkehrrecht. Die Schweizer Motion 24.4259 nimmt diesen Faden auf und beauftragt den Bundesrat, ein Dialogforum zwischen den Konfliktparteien zu schaffen. Das Anliegen wird von einer breiten Allianz aus Schweizer Parteien und Parlamentariern verschiedener Staaten getragen.
Kontakt für Rückfragen:
Erich Vontobel, Nationalrat EDU, +41 79 459 90 61
Stefan Müller-Altermatt, Nationalrat Die Mitte, +41 76 332 15 26
Weitere Informationen: www.swisspeacekarabakh.com
Für alle Anfragen: contact@swisspeacekarabakh.com
Beilage: Schreiben von Ashot Danielyan, Präsident des Parlaments von Bergkarabach, an Bundesrat Ignazio Cassis vom 2. Februar 2026
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